Erfahrungsbericht Svenja

Mirjam hat mich zuerst in Videocalls und danach während Hausbesuchen begleitet, behandelt, aufgemuntert und vor allem ernst genommen. Damals war ich verzweifelt. Seit den Teenagerjahren bin ich immer wieder mit verschiedenen Beschwerden bei verschiedenen Ärzten und Ärztinnen, wobei sich Diagnosen wie „Wachstumsbeschwerden“ oder „instabile Rumpfmuskulatur“ sowie „Überlastung durch Stress“ ergaben.

Mitte Zwanziger konzentrierten sich meine Schmerzen auf den Gesässbereich. Anfangs merkte ich ein Ziehen, Verkrampfen und auch unerklärliche ausstrahlende Schmerzen an einzelnen Tagen – danach verschwanden sie wieder. Ich ging in die Physiotherapie und versuchte meinen Körper aktiv zu halten. Etwa ein Jahr später kamen urologische Probleme hinzu. Ich musste zur Blasendruckmessung und habe ein Jahr lang Beckenbodenphysiotermine wahrgenommen. Beides mit wenig Erfolg. Plötzlich verschlechterte sich mein Zustand rasant. Innerhalb von 3 Monaten konnte ich keinen Schritt ohne mittlere bis starke Schmerzen gehen. Ich konnte meinen Beruf nicht mehr ausüben und wurde krankgeschrieben. Nach etlichen Untersuchungen und zwei diagnostischen Infiltrationen im unteren Rücken erklärte mir der Schmerzarzt, dass er nicht weiterwisse, aber beobachtet habe, dass ich 7 von 9 Punkte beim Beightonscore erreichen würde. «Das ist wichtig für Ihre Physiotherapie und Yoga würde ich mal weglassen», meinte er. Es folgten weitere Infiltrationen ohne Erfolg. Ich war verzweifelt und gab eines Morgens «Hypermobilität Schweiz» ein. Da erschien Mirjams Webseite. Beim Lesen der Erfahrungsberichten fühlte ich mich das erste Mal nicht mehr allein mit meiner Geschichte. Ich schrieb Mirjam eine Nachricht und das war das Beste, was ich hätte tun können!

Mirjam hat ein gewaltiges Fachwissen und enorme Erfahrungswerte mit und über den menschlichen Körper mit all seinen Facetten. Schmerzt etwas, kann sie mit gezielten Griffen direkt die Ursache ausfindig machen und Linderung wirken. Durch ihre kompetente, verständnisvolle und feinfühlige Art holt sie mich dort ab, wo ich ansetzen kann. Sie unterstützt mich dabei, meine Schmerzen selbständig zu lösen, Mobilität zurückzugewinnen und einen realistischen Umgang damit zu finden. Sie hilft mir, einen realistischen Blick auf die Beschwerden zu werfen. Stand jetzt kümmere ich mich seit acht Monaten täglich eine bis drei Stunden um meinen Körper. Ich löse Faszien, massiere die Haut, dehne die Muskeln, mobilisiere die Gelenke etc. Das ist alles andere als einfach. Ich bin dadurch nicht geheilt worden, finde aber Schritt für Schritt in meinen Alltag zurück.

Ich bin grundsätzlich ein sportlicher Mensch und versuchte deswegen lange meinen Körper mit HIIT-Workouts, Wanderungen und Krafttraining zu unterstützen. Weil mein Körper immer wieder an anderen Orten schmerzte, konnte ich stets an neuen Baustellen tüfteln. Die Beschwerden wurden aber allgemein nicht weniger, sondern immer schlimmer. Je mehr ich mich mit dem Thema Hypermobilität befasse, desto mehr Parallelen finde ich. Ich war und bin z.B. viel schneller müde als viele Menschen in meinem Umfeld, habe weniger Stamina im Alltag, meine Haut und die darunter liegenden Schichten sind sensibler auf Berührungen und Massagen, ich lasse Dinge öfters aus meinen Händen fallen und laufe in Türrahmen und Tischkanten, mein Kopf fühlt sich stets schwer an und manchmal stehe ich morgens mit hartnäckigen Verspannungen auf, obwohl ich mich am Vortag nicht speziell betätigt habe. Es gibt noch viele Beispiele. Durch das Coaching mit Mirjam kann ich diese Dinge nun einordnen und darf positiv in die Zukunft schauen.

Svenja, 08.10.26